Wie gehe ich mit der Impulsflut im Netz um?

Anleitung / Automatisierung

Bei all den Informationen im Netz und vor allem auf sozialen Netzwerken ist manch eine/r überfordert. Die Bildungspunks haben deshalb in ihrer aktuellen Blogparade das Bewältigen dieser Informationsflut als Thema gesetzt. Meine Methode ist eigentlich ganz einfach. Ich benutze Pocket und Things für die meisten Anwendungsfälle.

Pocket

Der Dienst Pocket hieß früher mal ReadItLater, was den Dienst sehr gut beschreibt. Pocket ist als Webseite und als App verfügbar und man kann in Pocket Links speichern. Anders als ein Lesezeichendienst speichert Pocket den reinen Text des Artikels. Ich muss also, nach der Synchronisation, nicht mehr online sein oder die Webseite besuchen, um einen Artikel zu lesen. Man übergibt quasi den Inhalt des Links an Pocket. Das funktioniert in 80% der Fälle sehr gut, in den anderen 20% muss ich dann in Pocket einfach die normale Webseite aufmachen. Nicht jede Seite findet es gut, dass man die Werbung und das Tracking so umgeht und auch Paywalls verhindern eine Volltextkopie. Video und Audio lassen sich natürlich nur als Link speichern, da gibt es keine Offlinekopie.

Sobald ich einen Link in einem Sozialen Netz oder einem Newsletter finde, schicke ich ihn an Pocket. Das bedeutet für mich, dass ich mich in diesem Moment nicht mit dem Inhalt auseinandersetzen muss. Stattdessen kann ich mich auf die Situation jetzt konzentrieren und jederzeit später wieder zu diesem Text zurückkehren.

Ich habe bei Pocket ein Jahresabo von 40€ und bekomme dafür ein ewiges Volltextarchiv aller meiner gespeicherten Texte und Links. Das ist extrem praktisch, wenn ich zum Beispiel einen Text zum Thema x in PoWi brauche, dann kann ich zuerst in Pocket gucken, ob ich dazu nicht schonmal was Gutes gelesen habe.

Wenn man möchte, dann kann man noch zusätzlich mit Tags arbeiten, Highlights setzen (Noch im Beta Programm) oder Artikel teilen.

Pocket ist übrigens auch mein RSS-Reader.

Things

Alles andere landet in einer App namens Things 3. Things ist mein ToDo-Manager und dort kippe ich alle Unterrichts- und Projektideen rein. Wenn es einen Artikel dazu gibt, dann ist der in dem ToDo verlinkt. Zuerst landet erstmal alles ungeordnet im Eingang und wird dann, wenn mal Zeit ist, in die entsprechenden Ordner verschoben.

Immer wenn ich nach einem neuen Buch suche, gucke ich zuerst in den Ordner „To Read“, das selbe gilt für Filme, Hörbücher etc.. Es gibt einen Schulordner, in diesem sammele ich alle Ideen und Anstöße. In der Regel setze ich ein zufälliges Erinnerungsdatum, damit ich die Idee irgendwann nochmal vorgesetzt bekomme. Ansonsten gucke ich mehr oder minder regelmäßig in den Ordner, wenn ich ein Problem habe oder eine Idee brauche. Das ist mein Ort für Inspiration.

Ansonsten kann ich nur sagen, dass ein Entschlacken immer hilft. Man kann nicht alles aufnehmen und umsetzen. Manchmal finde ich es ganz entspannend einfach nicht alles zu lesen und auszuprobieren. Mein Tag hat auch nur 24h und ich schlafe eh schon zu wenig.

 

 

Der Autor

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