Ich nehme am #OERCamp teil

Allgemein

Nach langem hin und her und der Bekanntschaft mit dem Hochstaplersyndrom, habe ich mich durchgerungen beim OER-Camp in Bad Wildbad teilzunehmen. Ich weiß ehrlich gesagt immer noch nicht, ob ich da wirklich eine riesige Hilfe sein kann und nicht einfach einer viel schlaueren Person den Platz wegnehme und ein Thema habe ich (bisher) auch noch nicht, aber ich habe Bock mich mehr im Bereich OER zu engagieren.

Mein Interesse für offene Lizenzen hat schon in der Uni angefangen und ich weiß noch, dass ich in der zweiten Examensprüfung ein CC Zeichen vorgelegt bekommen habe und dann den Rest der Prüfung einen langen Monolog über CC, Copyleft und OER gehalten habe. Die Lehrkraft im Vorbereitungsdienst, die mich begleitet hat, hat nach der Prüfung nur amüsiert geguckt und gesagt, dass ich die Prüfer wohl etwas mit Wissen überwältigt habe. Im Lehralltag nutze ich offenes Material natürlich auch viel lieber als andere Dinge, weil man in der Verwendung viel freier ist, aber selbst erstellt habe ich irgendwie dann doch noch nichts. Das muss sich ändern und das #OERCamp bietet sich als Tritt in den Hintern hier total an.

Noch sind Plätze frei. Hier liest du nochmal genau worum es geht.


Die Anmeldung zu den OERcamp Werkstätten läuft!

Die OERcamp-Werkstatt ist ein neuartiges Format, das die Arbeit an eigenen Materialien in den Mittelpunkt stellt. Für zwei Tage (und Nächte) treffen sich Menschen aus allen Bildungsbereichen, um konzentriert an eigenen Lehr-Lern-Materialien zu arbeiten. Dafür gibt es nicht nur eine freundliche Arbeitsumgebung, Verpflegung, Übernachtung und viel Austausch untereinander. Je nach Bedarf kann man sich vor Ort außerdem passgenauen Input und individuelle Beratung bei Expert*innen für Didaktik, Technik und Recht einholen.

Die zu erstellenden Materialien können aus allen Themenbereichen kommen und verschiedenste Formen haben, von Videos bis Podcasts, vom Arbeitsblatt bis zum Kursreader, von Onlinekursen bis zu Selbstlernmaterialien. Wichtig ist nur, dass die Materialien noch im Rahmen der Werkstatt veröffentlicht werden und dabei Open Educational Resources (OER) entstehen, mit einer freien Lizenz im Sinne der Open Definition.

Weitere Infos zu der OERcamp-Werkstatt Nordost vom 04.11.2019 bis 06.11.2019 im LISUM (bei Berlin) und der OERcamp Werkstatt Südwest vom 07.02.2020 bis 09.02.2020 in der Akademie Bad Wildbad (im Schwarzwald) und zur Anmeldung gibt es unter: https://www.oercamp.de/werkstatt/

Bei Fragen hilft das Team vom OERcamp unter:

 werkstatt@oercamp.de, Tel. +49 (0)40 340 686 33

unsplash-logoKristina V

Neue Schule – neues Glück

Berufsanfang / Bildung und Schule

Vor fünf Wochen habe ich an einer neuen Schule angefangen. Das bedeutet für mich als Lehrkraft ganz viele neue Eindrücke, neue Perspektiven, neue Wege Dinge zu tun und vor allem 297 neue Schüler_innen in 12 Klassen. Ich bin zum Glück wieder an einer modern ausgestatteten Schule gelandet und muss deshalb nicht mehr meinen eigenen Beamer von Klassensaal zu Klassensaal schleppen und kann mich wieder auf ein WLAN verlassen, muss also nicht dauernd in den Computersaal rennen.

Dieses Schuljahr durfte ich auch das erste Mal ein onboarding erleben. Alle neuen Lehrkräfte und die Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst (Referendare) haben an einem gesonderten Termin die Schule und die Abläufe vorgestellt bekommen. Wir wurden in das LMS eingeführt, es wurden spezielle Abläufe geklärt und man konnte Fragen stellen. Ich wurde nicht, wie an einer anderen Schule tatsächlich passiert, am ersten Schultag um 7:00 Uhr, direkt nach der Vertragsunterzeichnung, auf dem Gang stehen gelassen und musste mich selbst zurechtfinden. Ein onboarding klingt trivial, aber viele Schulen haben gar kein oder ein schlechtes onboarding, weshalb ich meiner aktuellen Schule sehr dankbar dafür bin sich da bereits vor Jahren Gedanken drüber gemacht zu haben.

Auch im Schulalltag sind es die kleinen Dinge, die einen als neuen Kollegen entlasten. Ich kann alle Kolleg_innen über itslearning anschreiben und Dinge fragen. Wir haben ein Glossar mit den FAQ und der Arbeitenplan ist digital abrufbar. Meine neue Schule setzt außerdem auf ein Lehrerraumprinzip, was für mich bedeutet, dass ich nicht wochenlang verwirrt durch die Gänge laufen muss. 😅 Außerdem kann ich Materialien und Bücher oder Papier für Schüler_innen ohne Block in meinem Raum lassen und mich darauf verlassen, dass sie das das nächste Mal auch noch sind. Auch das mag alles trivial klingen, bedeutet aber für mich, dass ich mich auf die wichtigen Dinge wie Unterricht konzentrieren kann. Ein eigener Raum bedeutet aber auch, dass ich ihn selbst gestalten kann. So haben ich jetzt Gruppentische gestellt und eine Pflanze bekommen und ich arbeite an meiner Wand mit den Motivationssprüchen.

Nach 5 Wochen bin ich immer noch fleißig am Namen lernen und scheitere wie jedes Jahr daran, die stillen Schüler_innen kann ich immer erst zum Halbjahr mit Namen ansprechen. Wir hatten die ersten kleineren Katastrophen, weil ich mal unsouverän reagiert habe oder Dinge nicht so gelaufen sind, wie sie geplant wurden. Mit Ehrlichkeit und Entschuldigungen konnte ich das hoffentlich alles aus dem Weg räumen. Ich habe aber auch ein paar wirklich tolle Erfahrungen machen können. Die Kurzreferate in den 7. Klassen laufen wirklich gut und in den 9. Klassen sind wirklich aktuelle Diskussionen zu Verantwortung Europas gegenüber ehemaligen Kolonien gelaufen (Bolsonaro und Tönnies sei hier für die Steilvorlagen gedankt), um nur zwei Dinge mal zu nennen. Meine anderen Schüler_innen sind auch toll. 😊

Was mich auch sehr freut ist, dass sich direkt drei Praktikant_innen entschieden haben bei mir als neuem Kollegen zu hospitieren und auch geblieben sind. 😅 Die ersten Stunden wurden bereits gehalten und Feedback wurde gegeben. Das kostet natürlich alles zusätzliche Zeit, aber ich mache das wirklich gerne. Mit anderen Menschen eine Stunde zu durchdenken oder Feedback zu Planungen geben zu können bringt auch mich weiter. Das Feedback der Praktikanten war bisher auch ganz gut.

Leider beginnt mein Surface Pro 4 gerade den Geist aufzugeben, wenn es heiß wird, dann geht der Stift nicht mehr richtig. Das hat mich ein paar Stunden Fehlersuche gekostet und da der Fehler nur bei Hitze auftritt auch ein paar nervige Minuten in der Schule, weil ich mit dem Surface geplant hatte und dann doch den PC am Smartboard anmachen und mit meinen Schüler_innen auf das Laden von SmartNotebook warten musste. 🙄 Ein Glück ist bald das Surface Event. 💰💸 Solange lade ich mein Surface taktisch auf und versuche Hitze zu vermeiden, es wird ja jetzt eh Herbst.

Jetzt kommt aber erstmal schon wieder die Zeit im Jahr, wo man anfängt Lernkontrollen und Klausuren zu planen, Checklisten fertig zu machen und sich zu überlegen wie man den Schüler_innen in der Vorbereitung noch helfen kann. Ersatzleistungen für Lernkontrollen plane ich gerade für das zweite Halbjahr. Ich freue mich schon!

Mein Job ist einfach großartig.

#WormholeChallenge Videos als Einstieg in die erste Geschichtsstunde

Allgemein

Im Anfangsunterricht und besonders in der ersten Stunde will man die Kleinen begeistern und abholen. Nebenbei wollen wir bösen Lehrkräfte aber auch noch wissen was die Kleinen schon wissen und wo die Interessen liegen. Viel ist zu tun und am Besten soll das Ganze auch noch Spaß machen.

Dieses Jahr habe ich das allererste Mal eine 6. Klasse im ersten Halbjahr Geschichte und nach einigem Bücherwälzen und rumfragen, folge ich der Idee von Alicia Bankhofer (@aliciabankhofer) und habe ein paar #WormholeChallenge Videos als Einstieg aufgenommen.

Nach dem ganzen Organisatorischen zeige ich die Videos nacheinander. Die Schüler_innen sollen die gezeigten Dinge beschreiben und erste Deutungen vornehmen was zu sehen ist. Ich gehe davon aus, dass Hitler und Ludwig der XIV. bekannt sein werden und vielleicht werden sie ihre Heimatstadt erkennen oder erraten. Menschen wie Ada Lovelace und Magaret Hamilton werden sie wahrscheinlich nicht kennen.

Ich bringe die Bilder aus den Videos ausgedruckt mit und wir erstellen einen ersten groben Zeitstrahl (mit Epochen oder Jahreszahlen) und können von diesem Zeitstrahl aus dann diskutieren was Geschichte ausmacht und was der Unterschied zwischen Vergangenheit und Geschichte ist. Im vorherigen Unterrichtsgespräch wird das erfahrungsgemäß noch sehr durcheinandergeworfen sein.

Die Bilder zeigen hauptsächlich Personen, das kann ich im weiteren Verlauf noch kritisch beleuchten, wenn wir darüber sprechen, dass Geschichte oft an Personen festgemacht wird. Außerdem zeige ich absichtlich eine Fotografie, eine Münze, eine Replik einer Wandzeichnung, eine Büste, ein Gemälde und eine Zeichnung, was mich in der nächsten Stunde zusammen mit der Hausaufgabe etwas altes von zu Hause mitzubringen, zu Quellen und Überresten führt.

Die Videos dürft ihr gerne benutzen und verändern. Die Bilder habe ich von Wikipedia und sie sind alle gemeinfrei, außer das von Hitler, das ist CC-BY-SA 3.0. Dementsprechend stelle ich auch alle Videos unter CC-BY-SA 3.0.

Videos

Ada Lovelace
Bison
Adolf Hitler
Kleopatra
Ludwig XIV
Margaret Hamilton
Rüsselsheim

Links zu den Bildern

Adolf Hitler, Ada Lovelace, Magaret Hamilton, Zeus, Bison, Rüsselsheim, Kleopatra, Ludwig XIV

TrackThis.Link HandsOn

Allgemein

Ich habe in der letzten EduMail von Nele Hirsch von der Webseite TrackThis.Link erfahren und war direkt begeistert. TrackThis möchte Menschen zeigen wie sich Werbung basierend auf dem bisherigen Surfverhalten verändert und hat dazu vier Profile (Hypebeast, Filthy Rich, Doomsday und Influencer) im Angebot. Die Webseite öffnet 100 themenbezogene Tabs und verändert so das Werbeprofil im Browser. Die Betrachter_innen sehen dann wie stark sich die angezeigte Werbung dem ausgewählten Profil angepasst hat. In der Schule könnten die Schüler_innen in einem kleinen Miniexperiment direkt erfahren, wie sich Werbung anpasst. Klingt super, oder?

Die technische Realität

Ich habe das ganze mal auf mehreren Geräten durchgespielt.

Auf dem Telefon geht die Webseite leider gar nicht, weil es tatsächlich einfach die meisten Geräte überfordern würde 100 Tabs gleichzeitig zu öffnen.

Leider ist auch mein Surface Pro 4 damit leicht überfordert. TrackThis empfiehlt nicht Firefox zu benutzen, weil der Browser einen zu gut schützen würde und man deshalb zu viele Mechanismen ausmachen müsse. Die Webseite wird übrigens von Firefox angeboten, weshalb man diese Aussage vielleicht nochmal kritisch mit den Schüler_innen besprechen sollte.

Ich habe TrackThis dann mit Chrome getestet, da wird man ja bekannter Weise nicht vor Trackern geschützt. Mein Surface hat fast 10 Minuten gebraucht bis alle 100 Tabs in Chrome geladen waren. (Im Internet Explorer ging es schneller, da waren es ~8 Minuten). Ich habe eine VDSL 100 Leitung bei mir zu Hause, an der Internetgeschwindigkeit lag es also nicht, sondern am PC. Aber gehen wir mal davon aus, dass die Schule bessere Rechner hat als ich, weil da Desktops stehen und keine Tablets. 😅 Die Ladezeit würde vermutlich immer noch bei 3-5 Minuten pro Gerät liegen. Zusätzlich haben wir in Schulen noch das Problem, dass das Internet bei 20-28 Schüler_innen wahrscheinlich zusammenbrechen würde. (Wäre es zumindest an allen meiner bisherigen Schulen.) Ich weiß auch nicht, ob der Content Filter der Schulen in meinem Kreis alle Seiten überhaupt zulassen würde.

Funktioniert aber die Seite an sich?

Alle technischen Probleme beiseite, dann funktioniert TrackThis wie versprochen. Ich bekomme mit dem Profil „Hypebeast“ tatsächlich auf einigen Seiten Schuhwerbung angezeigt, auch wenn sie nichts mit dem anderen Webseiteninhalt zu tun hat und nicht in mein normales Werbeprofil passt. Siehe zum Beispiel mein Technikblog der Wahl stadt-bremerhaven.de.

Der Spiegel allerdings ist in einem anderen Werbenetz  und zeigt weiter keine Hypebeast-Werbung an. Teil des Experiments für Schüler_innen muss dann also sein, dass man ein paar Seiten vorgibt, die sie mal besuchen müssen. Theoretisch kann es nämlich sein, dass die Schüler_innen nur auf Webseiten aktiv sind, die ihre Werbung über andere Werbenetze ausrollen oder die einfach länger brauchen um das (neue) Profil zu verwenden.

Die Werbung in Apps und Webseiten auf dem Telefon wird sich von diesem Experiment natürlich auch nicht direkt verändern, man muss also definitiv noch cross plattform targeting mal ansprechen und warum das jetzt hier noch nicht funktioniert hat. Das hat man aber damit ganz gut eingefangen, dass man das ja in der Regel an Schulcomputern durchführt.

Und jetzt?

Meine Empfehlung ist also auf jeden Fall, dass man sich vorher mal mit dem Content Filter der Schule und der Geschwindigkeit des Internets auseinandersetzt. Das ist kein Vorhaben, was man mal spontan als Medienbildung in einer Vertretungsstunde machen kann.

Alternativ bietet sich natürlich auch eine Hausaufgabe an, hier ist zumindest die Wartezeit kein Thema mehr und die Schüler_innen könnten auch länger mit dem Profil unterwegs sein und man würde durch das eigene Gerät vielleicht auch eine Veränderung der Werbung in Apps sehen.

Prinzipiell halte ich die Webseite insgesamt und trotz meiner kleinen technischen Schwarzmalerei für lohnend und empfehle einen Blick.

Zeitzeugen mit AR in den Klassensaal holen

Allgemein

Der WDR hat für iOS (ob sie für Android kommt weiß ich nicht) eine App veröffentlicht, die Zeitzeugen aus dem zweiten Weltkrieg mit der AR Technik in den Klassensaal oder das Wohnzimmer holt. Ich habe die App „WDR AR 1933-1945“ (Der Name rollt nur so von der Zunge. 🙄) heute im privaten Umfeld mal getestet und muss sagen, dass es eine sehr einnehmende Erfahrung ist. Natürlich weiß man, dass die Person nicht wirklich da ist, aber durch die bekannte Umgebung ist es eindrucksvoller als ein reines Video. Auf einen Teil der eingeblendeten Effekte hätte ich verzichten können und ein paar Bugs gibt es noch, aber für Geschichtslehrer ist das eine sehr coole App, die man mal ausprobieren sollte!

Mehr Infos und Bilder gibt es hier.

Runterladen kann man die App hier.

Der perfekte Lehrerlaptop

Meinung

Was macht einen guten Laptop für Lehrkräfte aus?

Mein wichtigstes Arbeitsgerät in der Schule ist mein Laptop. Alles, wirklich alles findet auf meinem Laptop statt. Ich bereite meinen Unterricht mit dem Laptop vor, meine Materialien sind digital, meine Notenverwaltung und Kalender sind auf dem Laptop, neuerdings scanne ich sogar meine Bücher und habe sie nur noch digital dabei. Außerdem verwende ich ihn als Gerät um meinen eigenen Beamer anzusteuern.

Lange Rede, kurzer Sinn:

Ich brauche einen sehr guten Laptop, weil das Arbeiten sonst wirklich keinen Spaß macht.

Aus dem Kollegium kenne ich die Diskussion rund um „den perfekten Laptop“ und mag hier und heute mal meine persönliche Empfehlung dazu abgeben und begründen warum ich diesen Laptop empfehle.

Ich benutze ein Surface Pro 4.

Ein guter Laptop für eine Lehrkraft muss für mich vier Kriterien erfüllen und zwar in dieser Reihenfolge.

  1. Gewicht
  2. Akkulaufzeit
  3. Speicher
  4. Funktionalität

Hä!? Aber was ist mit dem Preis?

Für mich spielt der Preis eine untergeordnete Rolle. Ich möchte den Laptop jeden Tag als mein Hauptarbeitsgerät benutzen und da darf er etwas mehr kosten. Qualität hat ihren Preis. Ich habe mir meinen jetzigen Laptop als Referendar im Angebot für 749€ gekauft und bereue es nicht. Ich verstehe, wenn Menschen sich Dinge aus verschiedenen Gründen nicht leisten können und es gibt wichtigere Dinge als einen Arbeitsrechner, aber wenn man sich danach umguckt, dann empfehle ich diesen hier. 

Gewicht

Eigentlich ein no brainer. Ich schleppe den Laptop jeden Tag mit mir rum und er darf deshalb nicht viel wiegen. Lehrertaschen sind ohnehin meistens zu schwer und für diejenigen Menschen, die nicht alles digital haben, ist das Gewicht ein noch größeres Argument.

Mein Surface Pro 4 wiegt mit dem m3 Prozessor 766 gr, dazu kommen nochmal ~300gr für die Tastatur und 20gr für den Surface Pen. Wir liegen also bei ~1,1kg mehr in der Tasche. Durch die geringe Bauhöhe merkt man das Gewicht, wenn man das Surface in der Hand hat, aber gar nicht und im Tabletmodus sowieso schon nicht. Wenn ich keinen Beamer brauche, dann laufe ich nur noch mit dem Surface unterm arm in den Klassensaal. Das ist ein sehr angenehmes Gefühl.

Akkulaufzeit

Das ist auch nach zwei Jahren Nutzungszeit direkt mein größter Kritikpunkt. Ich komme mit dem Surface Pro 4 gerade so über 6 Stunden Schule. Ich habe es aber natürlich auch mehr als die Hälfte der Stunde an und benutze es. Dennoch würde ich mir die versprochenen 9h wünschen, dann hätte ich das Netzteil nicht dabei und wäre wesentlich entspannter. (Gerade hänge ich nach einem 6h Tag am Netzteil, weil der Akku das nicht mehr mitmacht. Jetzt ist mein Gerät aber auch schon 2 Jahre und 2 Monate alt und ich habe ihn wirklich jeden Tag benutzt. Der Akku dürfte also langsam auch altersschwächer werden. Am Anfang war hat er länger gehalten.  

Speicher

Ich habe mir damals aus Geldgründen nur die kleine Speicherversion geholt und auch nur die mit 4GB Arbeitsspeicher (Ram). Letzteres bereue ich oft ein wenig, weil Windows doch eher mit 8GB Arbeitsspeichern gut läuft und nicht mit 4GB. Die 128 GB Festplatte sind aber tatsächlich kein Problem, weil das Surface noch einen MicroSD Kartenslot hat. Hier steckt nochmal eine SD mit 128GB. Dort lagere ich alle Daten aus, die ich nicht so oft brauche und deshalb die Lese- und Schreibgeschwindigkeit nicht so wichtig sind.

Nicht jeder Laptop hat aber einen SD Karten Slot, hier sollte man also aufpassen. Material wird ja auch in der Regel oft eher mehr als weniger und man will dann auch alles dabeihaben. 😅 Als Office 365 User muss man sich aber bei einer stabilen Internetverbindung keine Sorgen machen, weil Windows mittlerweile ja die online Inhalte von OneDrive im Explorer anzeigt und man es dann on the fly runterladen kann.

Funktionalität

Vor dem Kauf muss man sich natürlich überlegen was man will. Braucht man einen Touchscreen, will man macOS oder Windows, möchte man einen Laptop für Videoschnitt oder zum Spielen?

Das Surface Pro 4 ist kein rechenstarkes Arbeitstier, vor allem nicht mit dem m3 Prozessor, welcher eher auf Akkulaufzeit und Office ausgelegt ist und nicht auf Leistung. Es gibt natürlich auch i3 oder i5 Prozessoren, aber dann leidet die Akkulaufzeit und man hat einen Lüfter verbaut. Videos schneide ich mit dem Surface nur unter Protest und Spielen ist auch kein Thema. Leider!

Für mich spielt der Tabletmodus eine große Rolle. Einfach mal die Tastatur abnehmen, im Raum stehen und am Beamer das Tafelbild mit dem Tablet in der Hand erstellen. Wenn man eine drahtlose Verbindung hat, dann auch mal von hinten im Klassensaal. Ich laufe gerne durch den Raum. Der Surface Pen und der Tabletmodus erlauben es mir, mal eben Google Maps aufzumachen und einen Truppenverlauf in Syrien zu zeigen oder die Mauer in Berlin einzuzeichnen oder so Späße.

Dongletown

Leider ist im Surface Pro 4 nur ein MiniDisplay Port verbaut und kein HDMI, man braucht also immer einen Adapter. Da ich eh einen Beamer habe und der Adapter direkt am Kabel hängt ist das bei mir kein Problem. Zu Hause liegen aber für alle gängigen Steckerformate Adapter und warten auf ihren Einsatz. Nicht immer kann oder darf ich meinen eigenen Beamer verwenden, man muss also die Adapter doch oft dabei haben.

Was ist noch gut?

In der Schule ist das magnetische Ladekabel Gold wert, weil die Schüler meinen Laptop nicht mehr vom Tisch runterreißen können, wenn sie total erlaubter Weise durch mein Klassenzimmer laufen um den Spitzer auszuleeren… Mac User kennen und lieben das Prinzip, zumindest die mit alten Geräten. Auf der anderen Seite würde ich mir einen zusätzlichen USB-C Port wünschen, damit ich nur noch ein Ladegerät für alle Geräte haben muss.

Die Tastatur ist wirklich, wirklich gut und das Trackpad auch. Selten hat es mir so viel Spaß gemacht auf einer Tastatur zu tippen und leider hat sie mir billigere Tastaturen für immer versaut. Auch das kennen Mac User, zumindest die mit alten Geräten. 🙈

Das 4:3 Format erleichtert die produktive Arbeit immens. Man sieht einfach mehr vertikalen Text als bei einem 16:9 Bildschirm. Was bei Filmen und Serien nervt, ist beim Arbeiten suuuper praktisch.

Alternativen

Natürlich kann man sich immer einen Mac kaufen, wenn man Windows nicht mag. Mir persönlich würde nur einfach der Touchscreen fehlen, auch wenn das Betriebssystem stabiler, die Akkulaufzeit besser und der Wiederverkaufswert nach 5 Jahren kein Witz ist.

Ein iPad habe ich immer wieder ausprobiert und das funktioniert auch, aber für mich gibt es einfach zu viele nervige work arounds, weil Apple sich weigert ein Dateisystem einzubauen. Ich mache auf dem iPhone X ein paar Dinge und das funktioniert auch sehr gut, aber meistens bin ich am PC einfach schneller. Wobei man natürlich auf dem iPad die wesentlich bessere Kamera hat (Stichwort Selbstbau-Dokumentenkamera) und die Apps wesentlich besser und vielfältiger sind als Windows 10 Apps im Tabletmodus. Der Tabletmodus ist nämlich außer zum Zeichnen und Konsumieren eher ein Treppenwitz.

Im gleichen Formfaktor, ein Kollege hat es und ist zufrieden, gibt es noch das Acer Switch 2in1. Finde ich jetzt nicht ganz so schön und ich zweifle am Kickstand, weil er keine volle Fläche hat, aber ich wollte es nicht unerwähnt lassen.

Wenn man den Tabletmodus nicht braucht und immer eine Tastatur möchte, dann gibt es wirklich viele gute Alternativen im PC-Land.

Ich hoffe ich konnte einigen mit diesem Artikel bei der PC Suche helfen. 🙃

unsplash-logoMarius Masalar

Der Einsatz von KI in der Schule am Beispiel China

Allgemein

Im Deutschlandfunk ist ein Hintergrund zum Thema „Künstliche Intelligenz als Staatsziel“ gelaufen. Ein Teil des Berichtes ging über den Einsatz von KIs in Schulen. Es wird sehr schön der Dualismus zwischen Nutzen und Überwachung gezeigt. Die Schüler_innen brauchen zum Beispiel keine Mensakarte mehr, weil das System den Menschen am Automaten direkt per Gesicht erkennt. Die KI wertet auch das gegessene Schulessen aus und gibt Ernährungsempfehlungen.

Auf der anderen Seite werden die Schüler_innen aber auch im Unterricht gefilmt und bekommen sofort Rückmeldungen darüber, wenn sie dem Unterrichtsgeschehen nicht folgen. Vor allem die Schülerstimmen, die das als Form der Motivation empfinden, haben mich sehr erschreckt.

Hier kann man kurz vor dem Teil mit der Schule in den Hintergrund einsteigen, wenn der Rest nicht von Interesse ist. Ich empfehle es das Stück zu hören oder zu lesen.

unsplash-logoBernard Hermant

Augmented Reality im KZ Bergen-Belsen

App / Geschichte

Im Moment behandle ich mit meinen Zehnern das dritte Reich und die Shoa nimmt hier immer einen großen Teil der Reihe ein. Beim Durchsehen meines Materialfundus, bin ich wieder über dieses Video gestolpert, das den Einsatz von Tablets und AR im Geschichtsunterricht zeigt.

AR macht so viel Sinn in der Schule und in der Museumspädagogik.

  • Bei mir um die Ecke ist Lorsch, wo man das Kloster wieder zum Leben erwecken könnte.
  • In der Reichspogromnacht abgebrannte Synagogen könnten so wieder in der Stadt auferstehen.
  • Kaputte Burgen könnten wiederaufgebaut werden.
  • Antike Vasen und Staturen können in den Unterrichtsraum geholt werden.
  • etc.

Ich freue mich auf die Zukunft.

unsplash-logoMatthew Kwong

Früher Aufstehen!? – Meine Morgenroutine

Allgemein

Seit circa einem Jahr schreien mich diverse Menschen auf verschiedenen social media Kanälen an, dass ich weniger schlafen und früher aufstehen soll. Das ist natürlich schwachsinnig. Schlaf ist nachgewiesenermaßen wichtig für den Körper und die Leistungsfähigkeit. In meinem Beruf als Lehrkraft ist es außerdem nicht besonders sinnvoll um 4 Uhr aufzustehen. Ich muss mir nicht künstlich ungestörte Zeit schaffen, in der ich E-Mails beantworten kann oder meinen Unterricht vorbereite.

Was ich mir aber aktiv angewöhnt habe ist ein Glas Wasser nach dem Aufstehen und zwar sofort nach dem Aufstehen, noch bevor ich die Katzen füttere, mir einen Kaffee aufsetze oder das Smartphone zücke. Erst wird mein dehydrierter Körper mit Wasser versorgt. Ich komme so einfach besser in die Gänge.

Nachdem ich mir das angewöhnt hatte, habe ich den Kaffee auf später verschoben. Erst wache ich ganz auf, bevor ich mir Kaffee einflöße. Ich brühe ihn zwar schon direkt nach dem Aufstehen auf, aber mache mich dann erst ganz fertig, bevor ich ihn trinke. Meistens hat er dann auch genau Trinktemperatur erreicht. ☕

Nachdem ich angefangen habe meine Tasche abends zu packen, weswegen ich morgens nicht mehr in Panik Zeug zusammensuchen muss, und durch das Wasser und den späteren Kaffee morgens schneller wach und fit bin, ist mir aufgefallen, dass ich morgens Zeit für ein Frühstück habe. Dazu muss ich 10 Minuten früher als bisher aufstehen, aber dafür ist auf einmal Zeit, um mit dem Kleinen zu frühstücken und noch kurz in die Zeitung zu gucken und falls man mal WIRKLICH was vergessen hat, sich auch noch darum zu kümmern.

Ich gehe jetzt fitter und ausgeruhter in die Schule. Das ist nicht nur für mich, sondern auch für die Kollegen und die Schüler gut.

unsplash-logoYasuo Takeuchiunsplash-logofreestocks.org

QR Codes schnell im Browser generieren

Allgemein

Manchmal geht es im Leben nur darum, wie schnell man etwas tun kann. QR Codes habe ich bisher immer mit der Windows App Simple QRCode Creator erstellt.

Link kopieren ➡ App öffnen –> ➡ Link einfügen ➡ QR Code erstellen ➡ QR Code speichern und dann die Bilddatei einfügen.

Nachdem ich den Entwickler angehauen habe, hat er eine Kopieren-Funktion eingebaut und das Speichern viel weg, trotzdem sind das noch ein paar Schritte…

Dank @BirgitLachner benutze ich jetzt zum schnellen Erstellen von QR Codes nicht mehr meine Windows App, sondern ein kleines Browser Plugin namens Fast QR Code Generator. Das Plugin erzeugt mir mit einem Klick auf die Symbolleiste ein Bild, das ich direkt kopieren und einfügen kann.

unsplash-logoElena Loshina