Stick to one system

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App / Bildung und Schule / Feedback

Es ist schon wieder ein Schuljahr rum. Im Herbst ist mein Examen und es stehen lauter kleine und große Dinge an. Was ich im letzten Schuljahr vor allem gelernt habe, ist für die meisten Kolleg_innen wahrscheinlich ein no brainer.

Man darf nicht ständig das eigene System wechseln!

Ich bin ja so ein digitaler Typ und kann mit den ganzen Timetex-Dingern nicht so viel anfangen. Sie sind mir zu groß und zu schwer und ich habe die Einträge immer nur griffbreit, wenn ich auch meinen Timetex dabei habe. Die schöne Digitalwelt bietet mir ja auch unzählige Möglichkeiten das anders zu lösen. Ich habe also statt des Lehrerkalenders im letzten Schuljahr vor allem mit Excel Tabellen gearbeitet. Zumindest habe ich es versucht, denn als kleiner Nerd musste ich ja dauernd neues ausprobieren.
Angefangen hatte ich eigentlich mal mit Tabellen in OneNote, da habe ich aber Daten verloren und bin deshalb auf normale Exceltabellen umgestiegen. Die sind aber auf dem Smartphone wirklich nicht besonders komfortabel zu bearbeiten. Eine Zeit lang wollte ich dann mit TeacherTool arbeiten und musste dann TeacherStudio noch probiert werden. Problematisch sind auch meine Kurse, in denen wir analoge Kurshefte führen müssen.

All dies hat dazu geführt, dass ich am Ende des Schuljahres zwei Tage meine Daten konsolidieren musste. Das wäre vermeidbar gewesen!

Mein Plan für das kommende Schuljahr ist also jetzt das alles in einem System zu haben und dabei zu bleiben. Ich habe mich für TeacherStudio entschieden. Das kostet 25€ und lief bisher prima auf meinem Surface. Eine App für iOS ist gerade in der Betaphase, eine Androidapp gibt es schon. Ich bin also was meine zukünftigen Telefone angeht auf der sicheren Seite, anders als zum Beispiel bei TeacherTool. Das gibt es leider nur für iOS.

Der Funktionsumfang von TeacherStudio sieht auf den ersten Blick auch ausreichend aus. Ich denke die Probleme ergeben sich dann erst in der alltäglichen Nutzung. Diesmal finde ich aber bei der Benutzung einen work around und ändere das System nicht wieder.

Die Kurshefte muss ich tatsächlich weiterführen, da muss ich in den sauren Apfel beißen und die nachträglich ausfüllen. Es gibt Kolleg_innen, die einfach Ausdrucke ihrer App oder ihrer Exceltabelle in die Kurshefte einkleben und gut ist. Die Kurshefte wandern ja eh nur ins Archiv. Ich denke mit diesem Arbeitsaufwand kann ich dann leben.

Ich erhoffe mir durch die App, dass das Eintragen leichter und schneller wird, dass ich mit mehr Kontinuität eintragen werde (Erinnerungen machen es möglich) und, dass ich am Ende des Schuljahres weniger Stress haben werde.

Ich bin gespannt und es würde mich interessieren wie ihr das alle löst.

Bildquelle Header
Tim Gouw

 

Der Autor

Ich leite den Laden hier.

3 Kommentare

  1. Kaligule sagt

    Für mich hat sich folgendes bewährt:

    – Man überlegt sich vor dem Anlegen der Infrastrucktur, was die Anforderungen sind. 10 Minuten hinzetzen und nachdenken (nix anderes machen). Das spart nachher deutlich mehr Zeit.
    – klar spezifizierte Dateiformate (damit andere Programme damit arbeiten können. Wenn sich das Dateiformat permanent ändert ist das System nicht stabil genug, um sich darauf verlassen zu können)
    – Programme die ich nutze müssen diese Dateiformate dann importieren und exportieren können. Wenn sie das nicht können gibt es früher oder später großen ärger, deshalb prüfe ich das, _bevor_ ich mich auf das Program einlasse.
    – Datein im Klartext (damit ich notfalls mit dem Editor darin arbeiten kann, falls sonst nichts mehr geht) sind besser als im binärformat.
    – Keine Datenbanken (es gibt absolut keinen Grund, die paar hundert kilobyte die ich im Jahr tippe in Datenbanken zu speichern)
    – Komplexität im Dateisystem abbilden, nicht in Dateien (gut durchdachte Ordnerstruckturen helfen beim ablegen, bearbeiten und finden von Informationen. Jedes System kann mit Dateien umgehen. Jedes.Die Ordnerstrucktur gut hinzubekommen nimmt einem kein Programm ab, das muss man selbst machen) (Das hilft zum Beispiel beim Synchronisieren via Nextcloud/Dropbox).
    – Schicke Nutzeroberflächen sind _kein_ Argument. Skriptbarkeit der Programme schon.

    Ich weiß leider nicht, was ein Kursheft ist, deshalb hier kein unmittelbarer Rat für ein bestimmtes Format oder Programm.

    Teacherstudio gibt es erst seit 3 Jahren, da habe ich noch Angst for Featuritis, dass das Produkt eingestellt oder die Firma aufgekauft wird. Oft wird nach 2-5 Jahren dann das Lizenzsystem auf Abonement umgestellt. Mir wäre das Program zu riskant, insbesondere da die exportierten Dateien scheinbar nur von Teacherstudio selbst lesbar sind.

    Grüße
    Kaligule

    • Schicke Nutzeroberflächen sind _kein_ Argument. Skriptbarkeit der Programme schon.

      Das sehe ich ganz anders. Usability ist für mich das wichtigste Argumend. Ich mag nicht selbst basteln und Skripts schreiben. Wenn ich das wollen würde, dann würde ich wieder Linux benutzen. 😉

      Das mit dem Export sah ich nur solange als Problem, bis ich realisiert habe, dass ich die Daten sowieso maximal ein Jahr lang brauche. Dann kann ich jederzeit auf ein neues System umsteigen, wenn ich das wirklich müsste. Ein Abomodell würde ich ja sogar bevorzugen, damit sind die Unternehmen langfristig stabil. Ich zahle jetzt schon sehr gerne für Newton, Office und Pocket meine Abogebühren.

    • Hallo Kaligule,

      ich bin einer der Entwickler von TeacherStudio.

      Alle relevanten Daten wie die Anwesenheit, Noten usw. sind grundsätzlich per Excel exportierbar und somit außerhalb von TeacherStudio nutzbar. Weiterhin kann die Unterrichtsplanungen bei Bedarf direkt mit OneNote erfolgen und dann mit TeacherStudio verknüpft werden. Sie verlieren also nie die Gewalt über Ihre Daten.

      Wir planen kein Abo-Modell (und schon gar keins bei dem die Daten als Geisel genommen werden, wie heute leider üblich) und bei jedem Feature überlegen wir sehr genau, ob und wie sehr es dem Nutzer weiterhilft.

      Viele Grüße

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