Mein schönster Moment im Referendariat

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Bildung und Schule

Wir Referendare haben einen eigenen großen Tisch im Lehrerzimmer. Abgrenzend und teambildend, so kann man diesen Tisch betrachten. Ich mag ihn. Er ist meistens unaufgeräumt, aber er ist für mich der Ort alles Guten im Referendariat. Hier treffe ich meine Leidensgenossen, kann lästern, lernen und loben.

An diesem Tisch habe ich das allererste Mal im Referendariat erkannt, dass ich bereits viel gelernt habe. Es war ein sonniger Freitagvormittag, okay ich habe keine Ahnung mehr wie das Wetter war oder welcher Tag es war ;] ) und ich saß mit zwei Kolleg_innen zusammen am Tisch. Eine der Kolleg_innen war wegen des anstehenden Unterrichtsbesuchs verzweifelt und fragte, ob sie uns beiden die Planung vorstellen könnte. Ich, nur 9 Monate weiter im Referendariat, fühlte mich überhaupt nicht qualifiziert irgendetwas zu einem Entwurf in einem anderen Fach zu sagen. Immerhin lief mein eigenes Referendariat zu diesem Zeitpunkt alles andere als gut. Trotzdem, die Kollegin und ich haben uns die Planung angehört und haben unseren Senf dazugegeben.

Es gibt so Momente, da läuft es einfach. Die Kollegin und ich konnten uns die Kommentarbälle einfach so zuspielen und wir hatten wirklich konstruktive Kritik und Verbesserungsvorschläge. Ich, der Referendar, der wirklich Angst vor dem nächsten UB hatte und um seine Zukunft bangte, konnte einer Neuling helfen. Bei all den durchschnittlichen Noten und deprimierenden Erlebnissen im Unterricht: Ich hatte trotzdem viel gelernt.

An diesem Tag bin ich glücklich nach Hause gegangen und die Kollegin ist mit viel positivem Input in die weitere Planung gegangen.

Ich erinnere mich gerne an diesen Moment. Es war nicht alles schlecht im Referendariat.

 

P.S.

Ihr UB lief übrigens sehr gut. 😍

P.P.S.

Dieser Beitrag ist Teil der Blogparade #refisbelike von @blume_bob

Der Autor

Ich leite den Laden hier.

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